Auslöser einer Erwerbsunfähigkeit

Überwiegend zählen als Gründe für eine Berufsunfähigkeit psychische Erkrankungen. Vor 10 Jahren waren res rund 21% der Renten die auf psychische Erkrankungen zurückzuführen waren. Mittlerweile sind es laut BfA sogar 36 Prozent. Das bedeutet, dass jede 3. Erwerbsminderungsrente aufgrund von psychischen Erkrankungen gezahlt wird. Also sind Unfälle nur ein geringer Anteil.

Das ist auch der Grund dafür, dass das Durchschnittsalter der Betroffenen immer mehr sinkt, das heißt die Betroffenen immer jünger werden. Bei den älteren Menschen sind es meist die Verschleißerkrankungen, doch bei den jüngeren Menschen ist es die tägliche Belastung im privaten oder beruflichen Bereich, jeder versucht jedem und allem gerecht zu werden und mit dieser Situation kommen viele junge Menschen nicht mehr klar und sind überfordert. Depressionen sind hier die Folge.

Es gibt sogar schon Versicherungsgesellschaften die psychische Erkrankungen ausschließen und somit der Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung um bis zu 50% sinkt. Direkt an zweiter Stelle stehen Erkrankungen der Skelettmuskulatur, des Bindegewebes und der Muskeln. An Dritter Stelle kommen dann Herz- sowie Kreislauferkrankungen.

Statistiken werden immer auf anderen Statistiken aufgebaut, doch sollte man die Bedeutsamkeit nicht unterbewerten. Die Versicherungsbranche kalkuliert mit Zahlen und Werten der gesetzlichen Rentenversicherungsträger, und diese Daten werden nicht im Ganzen veröffentlicht, sondern nur zu Bruchteilen. Im Verhältnis gesehen werden die Daten der Deutschen Rentenversicherungen mit anderen Maßstäben errechnet als die der privaten Versicherungsgesellschaften. Die privaten Gesellschaften nutzen diese Veröffentlichungen nur als Bausteine. Es wird in Fachkreisen schon lange nicht mehr von einer Berufsunfähigkeit gesprochen sondern, hier unterteilt man in eine halbe oder eine volle Erwerbsminderung.

Grundsätzlich, wenn ein Versicherungsnehmer eine volle- oder halbe Erwerbsminderung von der Deutschen Rentenversicherung ausgezahlt bekommt, berechtigt es diesen Versicherungsnehmer auch Leistungen aus seiner vorhandenen Berufsunfähigkeit zu beziehen. Das begründet auch, warum die gesetzlichen Träger immerstrengere Richtlinien setzen und teilweise bis zum Gericht vortreten.