Risiko und Beitrag

Machen Sie sich ausreichend Gedanken, gehen Sie alle Möglichkeiten gedanklich durch, bevor Sie sich für eine Kinderinvaliditätsversicherung entscheiden, denn die Beiträge können richtig Geld kosten. In diesem Fall kosten Jungen sogar mehr, als Mädchen, dar im Durchschnitt Jungen öfters beeinträchtigt sind als Mädchen. Sie müssen genau vergleichen, und für Sie die wichtigsten Versicherungsleistungen einbeziehen. Das Statistische Bundesamt in Deutschland hat für geistig- und körperlich behinderte Kinder eine Statistik gefahren. Laut Schwerbehindertengesetz ist von 100 Kindern eines schwer behindert. Im Jahr 2003 beläuft sich die Anzahl der Kinder auf fast 165.000. Ein Kind fällt in die oben genannte Statistik, wenn der Behinderungsgrad mindestens 50 Prozent beträgt. Die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung ist minimal, doch kann sie vorkommen und das bedeutet für Sie hohe Kosten.

Für die hohen Beiträge einer Kinderinvaliditätsversicherung gibt es eine einfache Erklärung. Hierbei handelt es sich um ein sehr junges Versicherungsmodell, dass noch nicht allzu lange auf dem Versicherungsmarkt angeboten wird. Die Versicherungsunternehmen haben wenig Erfahrung und Routine in solchen Fällen, deshalb sind auch die Beiträge im Gegensatz zum Risiko großzügig kalkuliert.

Das Modell einer Kinderinvaliditätsversicherung ist sehr verzwickt konstruiert, viele Gesellschaften sind sich selbst nicht im Klaren darüber, was solche eine Versicherung bedeutet. In den meisten Fällen wird sie im Verkaufsgespräch als gute Unfallversicherung oder als Zusatzprodukt verkauft, was aber den eigentlichen Sinn verfehlt. Statistisch gesehen ist ein Unfall meist nicht der Grund einer schweren Behinderung, sondern der überwiegende Grund sind Erkrankungen. Die Gesellschaften locken mit hohen Einmalzahlungen, die aber im Falle der Tatsache, ein behindertes Kind auf das Leben vorzubereiten keinen Sinn ergibt.

In direkter Verbindung miteinander steht die Invalidität zu der Pflegebedürftigkeit, deshalb ordnen viele Versicherer die Kinderinvaliditätsversicherung der Pflegeversicherung unter. Doch dies ist auch nicht korrekt. Hauptsächlich soll die Rente aus der Kinderinvaliditätsversicherung die alltäglichen Kosten des Lebens abdecken, wie beispielsweise Kleidung, Wohnung, etc. da bewiesen ist, dass die meisten behinderten Menschen nicht die Möglichkeit haben eine Erwerbstätigkeit auszuführen.