Gesetzliche Leistungen bei Invalidität (Kinder)

Viele Eltern sind der Meinung dass Ihre Kinder über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind. Dies ist jedoch ein Irrtum, denn die gesetzliche Unfallversicherung bietet den Kindern nur Schutz wenn Sie sich im Kindergarten oder in der Schule befinden, oder auf dem Weg dorthin. Sollte das Kind auf dem Weg zur Schule verunglücken, dann zahlt auch die gesetzliche Unfallversicherung. Gezahlt werden durch die gesetzliche Unfallversicherung Kosten für die medizinische Versorgung als auch Kosten zur Rehabilitation und ggf. auch eine Lohnersatz, insofern das Kind aufgrund dieses Unfalls keine berufliche Tätigkeit mehr ausüben kann.

Von daher gesehen bietet die gesetzliche Unfallversicherung keine Komplettschutz sondern nur eine eingeschränkte Absicherung. Deshalb sollte man auf die private Vorsorge nicht verzichten und sich genauestens über die Kinderinvaliditätsversicherung informieren.

Bei einer Erwerbsminderung von 100% zahlt die gesetzliche Unfallversicherung eine gesetzliche Unfallrente. Diese beläuft sich auf 2/3 des letzten Gehaltes. Da aber Kinder kein Einkommen haben nachdem sich die Unfallrente berechnen kann, legt die gesetzliche Unfallversicherung den durchschnittlichen Verdienst zu Grunde. Es werden also höchsten 2/3 des durchschnittlichen Verdienstes als Unfallrente ausgezahlt. Beträgt die Erwerbsminderung aber weniger als 100%, z.B. nur 70%, dann wird auch die Unfallrente niedriger, denn diese wird anteilig berechnet. Die Unfallkassen sind für Kindergartenkinder und Schulkinder zuständig.

Eine weitere gesetzliche Leistung für Kinder ist das Pflegegeld. Das Pflegegeld wird, wenn nötig, für die Pflege der Kinder mit Behinderung bezahlt. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt dann die Zahlung eines Pflegegeldes, welches in drei Pflegestufen unterteilt ist. Das Pflegegeld in Pflegestufe 1 beträgt 205 Euro monatlich, in Pflegestufe 2 sind es 410 Euro und in Pflegestufe 3 sind es 665 Euro.