Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist zuständig für das vom Gesetzgeber geschaffene Alterssicherungssystem. Die gesetzliche Rentenversicherung basiert auf dem Solidaritätsprinzip welches sich durch die Zahlungen der Mitglieder und aus diversen Steuern zusammensetzt. Das Solidaritätsprinzip sagt aus, dass sich der Anspruch der Leistungen des Versicherten nicht nach dem individuellen Risiko des Versicherten richtet, sonder nach der Bedürftigkeit des Versicherten.

Dies bedeutet dass sich die Rentenversicherung durch das so genannte Umlageverfahren finanziert. Die gesetzliche Rentenversicherung wird in verschiedene Mitgliederbereiche aufgeteilt und zwar in die Deutsche Rentenversicherung Bund, in Regionale Versicherungsanstalten und in die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Doch die gesetzliche Rentenversicherung dient nicht nur zur Altersversorgung, sondern sichert ab gesundheitliche Risiken ab, wie z.B. die Berufsunfähigkeit oder die Erwerbsunfähigkeit.

Der gesetzlichen Rentenversicherung liegen andere Maßstäbe zu Grunde als den privaten Versicherungsgesellschaften. Personen die vor dem 01.01.1961 geboren sind, haben noch das Anrecht auf eine Berufsunfähigkeitsrente. Alle danach geborenen Personen haben ggf. nur noch Anspruch auf die so genannte Erwerbsminderungsrente.

Bei Beantragung der Erwerbsminderungsrente durch den Betroffenen, ist für die Rentenanstalt nur von Interesse wie lange, in Stunden gesehen, der Betroffene täglich arbeiten kann. Hier gibt es zwei Staffelungen. Weniger als 6 Stunden täglich oder weniger als 3 Stunden täglich. Die berufliche Tätigkeit ist hierbei nicht von Relevanz. Betroffene die weniger als 6 Stunden arbeiten können, aber trotzdem mehr als 3 Stunden erhalten die halbe Erwerbsminderungsrente. Betroffenen die nicht mal mehr in der Lage sind 3 Stunden täglich am Berufsleben teilhaben zu können, denen steht die volle Erwerbsminderungsrente zu.