Wie es zu einer Berufsunfähigkeit kommt

Die Bewertung einer Berufsunfähigkeit, die durch einen Unfall oder durch eine schwerwiegende Krankheit entstanden ist, ist in den meistens unstrittig. Denn sollten Sie aufgrund eines Unfalls an den Rollstuhl gebunden sein, wird keiner an Ihrer Schwerbehinderung zweifeln und somit wird sowohl die gesetzliche Rentenversicherung Ihre entsprechende Rente zahlen, wie auch die Private Versicherung, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung besteht.

In den meisten Fällen ist jedoch die Entstehung der Berufsunfähigkeit nicht so einfach zu deuten. Es liegen eine Reihe von Anträgen und Vorgängen vor Ihnen bis Sie vom Ausbruch der Krankheit hin zur Anerkennung der Berufsunfähigkeit gelangen. Der Weg kann sehr steinig sein und umso schlimmer, da viele Betroffene schon aufgrund Ihrer Krankheit oder Ihres Unfalls bereits genug psychisch belastet wurden.

Es kann der Fall sein, dass Sie aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit von Ihrem behandelten Arzt für ein paar Wochen krankgeschrieben werden. Danach sind sie wieder arbeitsfähig und gehen arbeiten. Für diese paar Wochen haben Sie weiterhin Lohnfortzahlung von Ihrem Arbeitgeber erhalten, maximal jedoch für 6 Wochen.
Sollten Sie nach einer gewissen Zeit wieder ein Rückfall erleiden und wieder an der selben Krankheit erkranken oder wieder mit den Unfallfolgen zu kämpfen haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie dieses Mal für eine längere Zeit arbeitsunfähig sind. Sie würden dann sechs Wochen lang Ihre Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber erhalten, danach würde Ihnen die Krankenkasse Krankengeld zahlen. Längstens jedoch für die Dauer von 72 Wochen. Das Krankengeld richtet sich in der Höhe nach Ihrem Bruttogehalt. Es werden 70 Prozent des Bruttogehaltes gezahlt, höchstens jedoch 90 Prozent des Nettoeinkommens.