Arbeitsunfähig und die Kündigung droht

Es kann passieren dass Sie von Ihrem Arbeitgeber aufgrund von langen Krankheitsphasen die Kündigung erhalten. Dann sind Sie arbeitslos. Der gleichzeitige Bezug von Arbeitslosengeld und Rente wegen Berufsunfähigkeit ist laut Urteil des BSG nicht möglich. Sie können einen Antrag bei Ihrer gesetzlichen Rentenversicherung auf Erwerbsminderungsrente stellen. Dieser Antrag wird dann natürlich umfassend geprüft und falls diesem stattgegeben wird erhalten sie die Ihnen zustehende Erwerbsminderungsrente. Die Zahlung knüpft dann nahtlos and die Arbeitsunfähigkeitsphase an.

Die private Berufsunfähigkeitsrente ist unabhängig von der gesetzlichen Rente. Wird Ihre Berufsunfähigkeit anerkannt, bekommen Sie auch die versicherte Leistung gezahlt. Egal ob sie eine gesetzliche Rentenleistung erhalten oder nicht.

Man kann auch die Arbeitslosigkeit durch Krankheit oder Unfall vermeiden. Hierzu müssen Sie einen Antrag auf Anerkennung als Schwerbehinderter stellen. Dieser Antrag geht an das Versorgungsamt. Wird durch das Versorgungsamt ein Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent festgestellt, unterliegen Sie einem besonderen Kündigungsschutz. Sollte der Grad der Behinderung niedriger als 50 % sein, Sie aber bei Ihrer beruflichen Ausübung die volle Funktionsfähigkeit Ihres Körpers benötigen, werden Sie einem zu 50 % Behinderten gleichgestellt. Auch dann unterliegen sie dem Kündigungsschutz.
Durch diesen Kündigungsschutz haben Sie erstmals die Sicherheit nicht entlassen werden zu können. Doch was passiert wenn die Lohnfortzahlung und die Zahlung von Krankengeld endet? Dann müssen Sie sich natürlich überlegen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Doch bekommen sie eine Erwerbsminderungsrente? Es kann dann auch passieren dass Sie auf die Grundsicherung angewiesen sind.