Was ist Berufsunfähigkeit / Erwerbsunfähigkeit ?

Der Unterschied zwischen der Erwerbsunfähigkeit und der Berufsunfähigkeit liegt auf der Hand. Erwerbsunfähigkeit bedeutet, dass man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Stande ist eine berufliche Tätigkeit auszuüben. Die genaue Definition besagt, dass der Versicherte keine Tätigkeit für mehr als 3 Stunden täglich ausführen kann.
Folglich sichert die Erwerbsunfähigkeitsersicherung nur den dauerhaften Verlust ab, nicht mehr arbeitsfähig sein zu können. Dieser Versicherungsschutz ist um einiges preiswerter als der Berufsunfähigkeitsversicherungsschutz, aber die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist auch keine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund des extrem eingeschränkten Leistungsumfangs.

Außer der Erwerbsunfähigkeit kennt man noch die Berufsunfähigkeit, die weitaus mehr verbreitet ist. Bei der Berufsunfähigkeit ist im Sinne der privaten Versicherungswirtschaft, der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage seinem zuletzt ausgeübten Beruf nachzugehen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet im Falle der Berufsunfähigkeit, also wenn der Versicherte mit seiner beruflichen Leistungsfähigkeit zu mindestens 50 Prozent eingeschränkt ist. Hierbei sind die individuellen Probleme des Versicherten in seinem Beruf ausschlaggebend. Für die meisten Versicherer zählt der zuletzt ausgeübte Beruf, der oft ein anderer ist als der erlernte Beruf. Trotzdem erfolgt natürlich immer eine Prüfung, ob wirklich eine Berufsunfähigkeit vorliegt.

Der Gang in die Berufsunfähigkeit ist kein automatisches Verfahren, auch nicht wenn man über längere Zeit krank geschrieben war, sondern muss immer beantragt und geprüft werden. Es gibt zwar Versicherer die die Leistungen der Berufsunfähigkeit mit 25, 33 oder 75 Prozent staffeln, aber die meisten Versicherer verzichten auf die Bewertung in Graden oder Prozentwerten. Dies ist bei der Einstufung der Behinderung in der privaten Unfallversicherung notwendig. Im Falle der Berufsunfähigkeit dienen die Prozentwerte lediglich zur Überprüfung um eine eventuelle Berufsunfähigkeit einordnen zu können.